Über das Ink & Embers
TL;DR:
- Gaslamp Fantasy mit Victorian Aesthetics
- Hauptspielort: Oxford (Großbritannien)
- Fokus: magische Universität, politische Intrigen, Clash von Fortschritt und Tradition
- Spielteilnahme ab 18 Jahren empfohlen
- L3S3V3 (und mit Absprache bei sensiblen Themen)
- Postsprachen: Deutsch und Englisch
- Szenentrennung
- keine Mindestpostlänge
- Aktivität: 1 Post im Monat pro Charakter
- Sandbox Setting
- Character-plot-driven Storytelling
Orientation
Wir spielen in einer fiktiven Welt, die der realen Welt zwar ähnlich ist (Urban Fantasy), aber sich in wesentlichen Dingen (z.B. Existenz von Magie, andere Zeitrechnung) unterscheidet. Das Leben unserer Charaktere
ähnelt dem Leben von Menschen während der Frühindustrialisierung.
Hauptspielort ist Oxford (Großbritannien). In dieser Welt gibt es magisch begabte Menschen (Hexen und Zauberer). Sie leben in einer Parallelgesellschaft neben der Gesellschaft der Menschen, denen Magie völlig verschlossen ist. Die Gesellschaft der magisch begabten Menschen in Großbritannien ist sehr klein und bemisst nur ca.
40.000 Individuen. Es gibt
fünf Magietraditionen (Pfade der Magie). Wer Mitglied eines Pfades ist, erlernt spezielle Methoden und Techniken der Magie. Wer seinen Pfad verlässt oder verstoßen wird und nicht von der Community eines anderen Pfades aufgenommen wird, verliert die magischen Fähigkeiten fast vollständig (nur ein Rest bleibt erhalten). Diese Menschen gehören zur Gruppe der
Lost Ones. Sie sind stark marginalisiert und benachteiligt und fristen ein Dasein am Rande der magischen Welt. Sie werden gerade so geduldet. Die fünf Pfade der Magie sind in ihren Philosophien, Lebensweisen und Magieweisen so fundamental unterschiedlich, dass es konstant zu Konflikten und ständigen Spannungen kommt. Die magische Welt ist von Machtkämpfen und Interessenskonflikten stark geprägt. Nur in wenigen Dingen findet zähneknirschende Kooperation statt, so z.B. bei der Ausbildung junger Hexen und Zauberer (in Oxford). Oxford ist Ausbildungszentrum, ist aber auch Ort von Heilung und Genesung, von Forschung und Entwicklung und Austragungsort politischer Machtkämpfe. Hier sitzen neben der Universität (Bildungs- und Forschungseinrichtung) auch
der hohe Rat (Politische Institution),
der Turm der Heilung und das magische Sanatorium und
das hohe Gericht. Oxford ist außerdem Hauptsitz der
Magischen Garde (magisches Äquivalent zu Polizei und Militär).
Es ist möglich, Hexen und Zauberer (aller Altersgruppen) im Forum zu bespielen.
Es ist nicht möglich, Menschen zu spielen, die keine Magiebegabung besitzen. Es ist nicht möglich, menschenähnliche Wesen (z.B. Fae, Vampire, Werwölfe, usw.) zu bespielen, da diese in dieser Welt nicht in der Form existieren. Auch Drachen und Riesen sind nur Figuren von Mythen und Legenden.
Setting
Magie war immer schon ein fester Bestandteil der Welt. Dann,
vor ungefähr 1.000 Jahren, verschwand Magie scheinbar vollständig aus der Welt. Nur ein paar letzte Krümelchen Magie blieben übrig. Die meisten Menschen verloren ihre Fähigkeit, Magie wahrzunehmen und zu nutzen. Nur ein paar wenige Menschen schienen diese Fähigkeit noch zu besitzen. Die letzten magisch begabten Menschen fanden sich in kleinen Gemeinschaften zusammen.
Heute schreiben wir das
Jahr 997 nach dem Verschwinden der Magie. Wir leben in einer magischen Parallelgesellschaft und teilen uns den Ort mit den Menschen, die keine Möglichkeit haben Magie wahrzunehmen oder zu nutzen. Wir müssen uns nicht aktiv verstecken oder Magie verbergen.
Unbegabte können Magie buchstäblich nicht wahrnehmen. Um sie herum könnten magische Feuerwerke stattfinden, magische Kreaturen ihre Straßen entlang laufen und sie würden es einfach nicht merken und unbehelligt ihren Weg weitergehen.
Fast eintausend Jahre lebten wir also nebeneinander her. Die Unbegabten in ihrer Welt. Eine, die viele, viele Jahrhunderte zuvor von Magie beseelt und durchdrungen war. Ehe sie verschwand. Die Unbegabten haben in den letzten tausend Jahren ihre Lebensweisen neu gestaltet, sie haben Werkzeuge und Technologien entwickelt, mit deren Hilfe sie ihr Leben auch ganz ohne die Hilfe von Magie bestreiten und vereinfachen können. Ohne den Zugang zu den letzten Resten Magie in der Welt gibt es noch immer viele Herausforderungen, die die Unbegabten nur mühsam meistern können - so viel einfacher im Vergleich ist unser Leben. Das Leben jener, die noch immer Magie wahrnehmen und nutzen können.
Noch.
Auch unser Leben hat sich in den letzten tausend Jahren verändert. Wir haben neue Lebensweisen entwickelt, uns neu eingefunden in unserer Gemeinschaft, die mit einem Mal vor einem Jahrtausend sehr, sehr, sehr klein geworden ist. Wir mussten eigene, neue Strukturen aufbauen, Institutionen schaffen und uns mit dem Verschwinden der Magie aus der Welt befassen - und irgendwie arrangieren. Bis heute konnten wir nicht herausfinden, was genau damals passiert ist.
Bis heute lässt sich das nahezu komplette Verschwinden der Magie aus der Welt nicht erklären. Mit der Magie und der Fähigkeit Magie wahrzunehmen und zu nutzen sind auch viele andere magische Dinge verschwunden. Drachen und Riesen sind auch für uns nur noch Fabelwesen, die uns in alten Geschichten und Legenden begegnen. Und auch wenn wir wissen, dass es noch immer Einhörner, Zentauren und Greifen gibt, bekommen doch die wenigsten von uns sie jemals zu Gesicht. Weit zurückgezogen leben sie in den letzten Nischen unserer Welt, wo Magie noch stark genug ist. Sie noch überleben können.
Da gibt es noch andere magische Gemeinschaften in der Welt. Soviel wissen wir. Doch sie zu erreichen, ist ein Ding der schieren Unmöglichkeit. In unserer Welt leben ein paar zehntausend begabte Menschen. Unsere durchschnittliche Lebenserwartung ist deutlich höher als die der Unbegabten. Immerhin das. Mächtige Magier und Hexen können sogar mehrere hundert Jahre alt werden. Aber niemand möchte sich ausmalen, welcher Preis dafür zu zahlen ist. Weil
Magie hat immer einen Preis. Magie ist nicht umsonst. Vorsichtig ist also geboten! Wer Magie unbedacht und leichtfertig nutzt, zahlt früher oder später den Preis und setzt womöglich weit mehr, als nur das eigene Leben aufs Spiel.
Aus diesem Grund ist es essenziell all jene, die die Fähigkeit besitzen, Magie zu wirken, zu schulen und auszubilden. Eben dazu wurde einst unsere Universität gegründet.
Wird das 20. Lebensjahr erreicht, reisen Begabte aus ganz Großbritannien nach Oxford, um sich dort mindestens drei Jahre im Handwerk der Magie ausbilden zu lassen. Und eben dort, in Oxford, werden die Weichen für das Leben junger begabter Menschen gestellt: denn erst mit dem Eintritt in einen der fünf Pfade der Magie, eröffnen sich den jungen Begabten die volle Bandbreite dessen, was Magie für sie bereithält.
Fünf Pfade der Magie gibt es. Fünf Pfade, fünf Traditionen, fünf, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Fünf Pfade, die gleichzeitig zu einer Gemeinschaft gehören und doch in Konkurrenz, Rivalität und gar Feindschaft zueinander stehen - arrangiert haben sie sich, über die Jahrhunderte hinweg. Mehr schlecht als recht. Unsere Gemeinschaft der paar zehntausend ist zu klein, als dass wir uns voneinander spalten können. Zu sehr sind wir auf die Zusammenarbeit und Kooperation angewiesen. Was nicht bedeutet, dass unsere Welt eine friedliche wäre. Und nirgends ist es so spürbar, wie in Oxford: eben dort, wo alles zusammen kommt. Magische Wunder und politische Grabenkämpfe. Oxford ist nicht nur Standort unserer Universität. Es ist auch politisches und gesellschaftliches Zentrum unserer Welt.
Was heißt Gaslamp?
Gaslamp Fantasy ist ein Genre, das eng mit Steampunk verwandt ist. Im Gegensatz zu einer voll ausgestalteten Steampunk Welt ist der technologische Fortschritt in einer Gaslamp Fantasy Welt weniger weit fortgeschritten und durchdringt die Welt noch nicht so stark. Technologie (und Magietechnologie) in Gaslamp Fantasy steckt gewissermaßen in den Kinderschuhen. Vergleichbar ist dies mit einem
technologischem Fortschritt auf dem Niveau vor der Industrialisierung. Es gibt schon technische Apparaturen, doch wir sind noch nicht bei der Dampfmaschine. Es gibt noch keine Elektrizität: Lampen werden noch mit Gas betrieben. Es gibt noch keine Automation: Von Pferden gezogene Kutschen sind noch immer unser Hauptfortbewegungsmittel. Auch andere Technologien, wie z.B. Fahrräder, Druckpressen, usw. existieren, doch sind sie sehr teuer und aufwendig in der Wartung. Schreiben per Hand und Fortbewegung zu Fuß ist für den Großteil der Bevölkerung noch der normale Standard. Technologien sind noch selten, teuer, aufwendig in der Herstellung und kompliziert in der Wartung. Es bedarf noch Expertise, sie zu nutzen. Sie begegnen einem im Alltag, sind gleichzeitig aber oft noch sehr neu und ungewohnt und nicht für alle zugänglich.
Was heißt Sandbox?
Wir geben im Forum einen Rahmen für das Setting vor. Zum Beispiel gibt es fünf Pfade der Magie.
Es ist nicht möglich, einen sechsten Pfad der Magie zu erfinden. Es ist aber möglich, innerhalb eines bestehenden Pfades eine Subkulturströmung zu erfinden: diese Unterströmung eines Pfades sollte zum übergeordneten Pfadkonzept passen, darf aber innerhalb des gesteckten Rahmens kreativ ausgestaltet werden. Das gilt für alle Bereiche des Settings. Wir geben einen Rahmen vor und es gibt ein paar Beispiele zur Orientierung vor: Die weitere Ausgestaltung ist dann offen.
Was heißt Character-Plot-Driven?
In der Story im Forum sind ein paar Konfliktlinien vorgezeichnet. Dazu gehören z.B. die Rivalitäten und Schwierigkeiten zwischen den fünf Pfaden und der übergeordnete Plot des Schwarzen Goldes. Diese geben einen Rahmen für das Spiel vor.
Fokus liegt dann aber auf den Plots, die Spielende rund um ihre Charaktere gestalten und aufbauen. Wer ein paar Plotanhaltspunkte möchte, der kann sich an den angebotenen Storyline-Plots orientieren und entlang dieser Charakterplots aufbauen. Ansonsten wird die Story im Forum durch und mit den Spielenden und ihren Charakterplots gestaltet.
Wie nah an der historischen Realität spielt das Forum?
Die Zeitrechnung in der Welt im Forum begann vor einem Jahrtausend 'von Neuem'. Seitdem hat die gesamte Welt einen technischen und zivilisatorischen Fortschritt erfahren, der in etwa dem Stand unserer
"Frühindustrialisierung" entspricht. Die Lebensrealität der Menschen, die keine Magie nutzen können, ist durchaus vergleichbar mit der Lebensrealität der Menschen in Großbritannien im 18. und frühen 19. Jahrhundert. Es gibt eine starke soziale Spaltung in Klassen (Aristokratie (Besitzende, Adelige) vs. Arbeiterklasse (besitzlose, Proletariat, Leibeigene), Bildung ist der Oberschicht vorbehalten (gilt als Privileg; die meisten Menschen können nicht lesen), es gibt seit kurzem technologische Sprünge (die Dampfmaschine steckt noch in den Kinderschuhen), es gibt bereits eine gewisse Verstädterung (und Landflucht), die Hygienebedingungen in den Großstädten sind grauenhaft (teilweise keine Kanalisation und kein fließendes Wasser), das Risiko für Krankheiten ist enorm hoch. Menschen arbeiten quasi rund um die Uhr (wenn sie nicht schlafen);
"Freizeit" (und Müßiggang) ist ein Privileg der Oberschicht. Der politische Wandel in Richtung 'mehr Demokratie' steckt ebenso noch in den Kinderschuhen. Politische Macht liegt noch beim Adel und der Aristokratie. Menschenrechte gibt es noch nicht; Leibeigenschaft ist noch Gang und Gäbe.
Wahlrecht, Gleichbehandlung der Geschlechter, Emanzipation usw. sind aktuell noch 'abenteuerliche' Ideen, die kaum verbreitet sind; eher eine Nische. In der Welt der Menschen, die keine Magie nutzen können, gibt es ein Königshaus. Könige und Königinnen heißen gewiss auch George, Elisabeth, Victoria, Charlotte, etc. aber dies Geschehen ist weit weg vom Geschehen der magischen Welt und für die Lebensrealität der Charaktere kaum von Relevanz.