Plotlines
Die Storyline ist die Basis für das Spiel im Forum. Im Forum sind ein paar Konfliktlinien vor-angelegt, die durch Charaktere aufgegriffen werden können. Darüber hinaus ist das Spiel im Forum
charakterplot-driven. D.h. wenn durch Charaktere und bespielte Gruppierungen das Spiel aktuell schwerpunktmäßig gestaltet und geprägt wird, werden die Geschichten auch weiterverfolgt.
Werden Plots und Entwicklungen nicht (mehr) durch die Spielenden weiterverfolgt, werden diese pausiert und in einer Weise aus dem aktuellen Spielgeschehen herausgeschrieben. Entwickeln sich komplett neue Plots, die durch Charaktere und Gruppen aktiv verfolgt werden, werden diese mit in die Gesamtgeschichte eingewoben.
Wir begreifen das Spiel im Forum als Gemeinschaftsprojekt, das durch alle Mitspielenden und ihre Charaktere mitgestaltet wird. Maßgabe ist, dass
Entwicklungen erspielt und aktiv weiter bespielt werden. Die Storyline und die hier aufgeführten Plotlines sind Grundlage und geben uns einen Rahmen.
Bitte beachtet, dass diese Basis nicht durch Charakter- oder Gruppenplots ausgehebelt und negiert werden.
Ein Kernelement aller Konfliktlinien und Gruppierungen im Spiel ist, dass es keine eindeutigen Helden und keine klaren Opfer oder Bösewichte gibt. Jeder Gruppierung sind Facetten eingeschrieben, die sowohl-als-auch ausgelegt werden können und entsprechend können Charaktere als moralisch überlegen und 'gut' gestaltet werden - genauso, wie andere Charaktere des gleichen Magiepfades als klassische Bösewichte konzipiert werden können.
Konfliktlinien
- Tradition vs. (technological) Progress
- Knowledge vs. the Will to Power
- Engineering of the Black Gold (Technomagie)
- Coven vs. Academia
- Chaos vs. Order
- The Privileged vs. the Exploited
- The Cursed, the Underdogs and the Outsiders
Will to Power
Obgleich sich über die Jahrhunderte eine fragile Kooperation in einigen Belangen (wie der Ausbildung junger Begabter in Oxford) entwickelt hat,
ringen die fünf Pfade der Magie sehr um Vorherrschaft, Macht und Einfluss in der magischen Gesamtgemeinschaft Großbritanniens. Es geht darum, wer ihre Weltordnung maßgeblich mitbestimmen kann, wer mehr Einfluss nehmen kann, wessen Anliegen und Interessen mehr gehört werden.
Die Geschichte der Zusammenarbeit der Fünf Pfade ist vor allem von Konflikten und Rivalität um Macht geprägt.
Black Gold
Das
Schwarze Gold ist ein
Versuch von ein paar Wissenschaftler:innen einen Weg zu finden, Magie auch (wieder) nicht-magischen Menschen verfügbar zu machen: Magie zumindest auf einem (Um-)Weg irgendwie zu
sharen. Dabei werden die Grenzen und Limitationen von Magie an sich auch stetig herausgefordert und 'Frontiers' der Magie ausgedehnt.
Nicht alle Magiebegabten Menschen und Pfade gehen diesen Weg uneingeschränkt und unkritisch mit.
- (1) Jene, für die Magie etwas Heiliges und Schützenswertes ist, das es zu bewahren gilt,
- (2) jene, die Magie als potenziell gefährlich betrachten, vor allem die Risiken und die Zerstörungsgewalt sehen,
- (3) jene, die Sorge um einen verantwortungsvollen Umgang mit Magie haben: also, die vor allem besorgt sind, dass Magie in den falschen Händen zu sehr viel Schaden und Zerstörung führen kann und
- (4) jene, deren Selbstverständnis der natürlichen Überlegenheit maßgeblich darauf basiert, zur Magie befähigt zu sein,
stehen der Grundidee, Magie mit den nicht-magiebegabten Menschen in irgendeiner Weise zu Teilen sehr kritisch gegenüber.
Dabei sind diese kritischen Haltungen nicht spezifisch für einzelne Pfade.
Die Forschung und Entwicklung des Schwarzen Goldes, die maßgeblich von einer kleinen Gruppe aus dem Arcane Codex vorangetrieben wird, erfährt auch Kritik aus den 'eigenen' Reihen, also auch der Arcane Codex ist sich dahingehend keineswegs einig.
Covens vs. Academia
Covens (und früher auch Groves) repräsentieren die früheren Magiekulturen und eine eher urtümlicher Art und Weise der Magienutzung. Covens gibt es bis heute und sie stehen in vielerlei Hinsicht auf eine Weise quer zur aktuellen Ordnung der Magie in der Gesamtgemeinschaft. Sie fügen sich nur bedingt in die Pfadstrukturen ein, auch wenn alle Mitglieder eines Covens Mitglieder eines Pfades sind.
Sie unterwerfen sich allerdings der darüberhinausgehenden dominanten Ordnung nicht komplett. Sie spielen ein wenig nach anderen Regeln - nach ihren eigenen Regeln - und bereiten den magischen Institutionen, wie der Garde oder dem Hohen Rat und Hohen Gericht regelmäßig Kopfschmerzen. Sie werden aktuell gebilligt, aber nicht wirklich integriert, auch wenn die Covens selbst sich als viel urtümlicher und 'wahrhaftig' magisch betrachten.
Der Konflikt zwischen den Vertretenden der 'magischen Academia' (u.a. v.a. vertreten durch den Arcane Codex) und den Covens ist komplex, vielschichtig und blickt auf eine Geschichte von mehreren hundert (fast tausend) Jahren zurück.
The Privileged vs. the Exploited
Die magisch Welt von Großbritannien ist überschaubar in der Zahl ihrer Mitglieder (nur etwas um die 40.000). Die Gemeinschaft ist zu klein für ein komplexeres und ausdifferenzierteres Gesellschaftssystem und doch groß genug für massive soziale Ungleichheit.
Es gibt einige privilegierte Eliten - in jedem bzw. aus jedem Pfad - es gibt die Mächtigen, die Wohlhabenden, die Vermögenden, die viel Einfluss geltend machen können und deren privilegierte Position in der Gesellschaft nicht unwesentlich auch auf der
Ausbeutung, Unterdrückung, Marginalisierung anderer Gruppen in eben jener Gesellschaft aufbaut. Die sozialen Missstände der Welt sind historisch gewachsen und jene, die etwas dagegen tun könnten, Reformen anstoßen könnten, sind oft auch jene, die durch ihre Privilegien ein sehr komfortables Leben führen: eben und gerade auf dem Rücken jener, die dafür umso härter ihr Leben bestreiten müssen.
Die magische Welt ist stark von Klassenunterschieden und sozialer Ungerechtigkeit geprägt und politische Impulse, dies zu verändern, sind selten und noch seltener von Fortschritten oder ansatzweise Erfolg geprägt.
The Cursed, the Underdog, the Outsider
Auch die magische Gemeinschaft in Großbritannien hat über die Jahrhunderte ihre eigenen Outsider hervorgebracht. Als besonders marginalisiert und stigmatisiert gelten folgende Gruppen:
- Coven-Mitglieder:
- Mitglieder von Covens erfahren eine gewisse Ausgrenzung, v.a. was Vorurteile, schräge Blicke, und politische Ausgrenzung (keine Vertretung im Hohen Rat) angeht;
- Cursed Ones:
- Verfluchte (Cursed) erfahren oft Ausgrenzung, v.a. wenn die Verfluchungen 'sichtbar' werden; außerdem sind Verfluchte oft in ihrem alltäglichen Leben stark eingeschränkt und ihre oft eingeschränkten magischen Fähigkeiten begrenzen ihre Teilhabe am Arbeitsmarkt (finanzielle Benachteiligung). Da auch Echos und magische Rückkopplungen die Form von Flüchen annehmen können, erfahren Verfluchte zudem eine Vorverurteilung und Stigmatisierung: Karma is a bitch! Vielleicht also haben es manche Verfluchte auch einfach nicht besser verdient.
- Lost Ones:
- Die Gruppe der Lost Ones repräsentieren in unserer Welt die mittellose Unterschicht, die ein von Armut und Elend geprägtes Leben führen: Lost Ones gehören keinem Pfad mehr an. Die Hintergründe, wie es dazu kommen konnte, dass jemand seinen Pfad verloren hat oder gar ausgestoßen oder verbannt wurde, sind vielschichtig. Lost Ones sind in der Weise doppelt benachteiligt und stigmatisiert, als dass ihre Magischen Kräfte verkümmert sind und sie daher kaum am Arbeitsleben teilnehmen können und sie von einer starken soziale Stigmatisierung betroffen sind (also Ausgrenzung erfahren). Außerdem sind die Kriminalitätsraten in der Gruppe der Lost Ones besonders hoch, weswegen vielen Lost Ones sowieso nicht über den Weg getraut wird.