Covens
Don't tell me how to be a witch. If I wanted rules, I'd go to church the Arcane Codex.
TL;DR:
- früher (vor dem Verschwinden der Magie) waren Covens (Hexenzirkel) und Groves (Druidenhaine) sehr weit verbreitete Formen des Zusammenlebens von magischbegabten Menschen.
- Mit dem Verschwinden der Magie veränderte sich auch das Leben für die letzten verbleibenden magisch-begabten Menschen. Der Arcane Codex formierte sich und begann systematisch magische Wissensbestände zu sammeln. Dabei kam es vermehrt zu Konflikten, wenn Covens und Groves nicht bereitwillig ihre Wissensschätze teilen wollten (auch aus Sorge, dass das potenziell gefährliche Wissen in falsche Hände geraten könnte).
- Die Konflikte spitzen sich zu und eskalierten in brutalen Auseinandersetzungen, die viel Leben auf allen Seiten kosteten. Viel Wissen wurde zerstört oder ging verloren. Die Konflikte dauerten mehrere Jahrhunderte an. (Timeline).
- Groves gibt es heutzutage keine mehr. Auch die Zahl der Coven und ihre Größe ist drastisch geschrumpft. Heute gibt es nur noch ein paar wenige, sehr kleine Coven in Großbritannien. Aber immerhin gibt es noch ein paar wenige. Sie widersetzen sich bis heute einer Einhegung in die Pfadstrukturen.
- Covens hängt ein starkes Stigma an; sie gelten als Störenfriede und werden sehr stark ausgegrenzt.
- Jedes Mitglied eines Covens, das Magie wirken kann, tut dies, gemäß einer der fünf Traditionen (entlang eines der fünf Pfade der Magie). Sie sind zwar formal Mitglieder ihres Pfades, doch sind nicht weiter darüber hinaus in die Pfadgemeinschaft integriert. Müssen sie auch nicht. Sie haben ihre eigene Gemeinschaft, ihren Coven.
Vor dem
Verschwinden der Magie (Fading, Timeline) lebten Magiebegabte Menschen und jene, die keinen Zugang zur Magie hatten, in unterschiedlichsten Gemeinschaftsformen zusammen. Mal mehr, mal weniger. Mal waren magiebegabte Menschen fest in die sozialen Gefüge integriert, manchmal übernahmen sie spezifische Aufgaben oder Funktionen in den Gemeinschaften. Manchmal lebte man auch einfach nur nebeneinander her. Konflikte gab es so viele, wie es Phasen des friedlichen Zusammenlebens gab.
Magiebegabte Personen fanden sich seit jeher schon zu losen Netzwerken oder gar festeren Gemeinschaften zusammen.
Covens (Hexenzirkel) und
Groves (Druidenhaine) gehörten zu den bekannten Gemeinschaftsformen, die vor dem Verschwinden der Magie in Europa und spezifisch in Großbritannien sehr weit verbreitet waren.
Das Verschwinden der Magie vor über tausend Jahren führte zu einem Umdenken in den Kreisen der wenigen verbliebenen Begabten. Das, was einst selbstverständlicher Teil der Welt war, wurde zu einem möglicherweise verschwindenden Phänomen. Die Begabten weltweit reagierten auf unterschiedlichste Weise. Der Rückgang der Zahl der Begabten führte auch zum Zusammenbruch größerer Netzwerke. Kontakte brachen ab, man fokussierte sich stärker auf die Probleme und Herausforderungen direkt vor Ort.
Ein paar Begabte fanden sich zu Gruppen zusammen, konsolidierten ihre Methoden und Techniken der Magie, trugen ihr verbliebenes Wissen zusammen, begannen es systematisch zu dokumentieren und aufzubereiten, um es an die nächste Generation weitergeben zu können. Der
Path of the Arcane Codex formierte sich.
Der
Arcane Codex hat nach dem Verschwinden der Magie viel Zeit und Ressourcen darauf verwendet, einerseits herauszufinden, was zum Verschwinden geführt hat (eine bis heute ungelöste Frage) und andererseits darauf, das noch erhaltene Wissen zusammenzutragen bewahren und es nachfolgenden Generationen von Magiebegabten zur Verfügung zu stellen.
Es bildeten sich kleinere Magieschulen hier und dort über das gesamte Land verteilt. Später wurden diese Magieschulen in der
Universität von Oxford zusammengeführt.
Im Zuge dieser Entwicklung sind die früheren Lebensweisen und Magietraditionen, die sich nicht in die sich bildende Pfadsystematik (
Paths of Magic) integrieren ließen, mehr und mehr verschwunden.
Dem Codex ging es in erster Linie um die Sicherung von magischem Wissen. V.a. vor dem Hintergrund des unerklärlichen Verschwindens der Magie, erschien dieses Projekt sinnvoll, erstrebenswert und notwendig.
Mitglieder des Arcanen Codex versuchten magische Gemeinschaften zu finden und wollten, dass diese ihr magisches Wissen mit dem Codex teilten. Manche Gemeinschaften taten dies bereitwillig und schlossen sich den Pfaden an, die sich mit der Zeit entwickelten. Andere Gemeinschaften waren nicht so offen im Umgang mit ihren alten Wissensschätzen - besonders, wenn potenziell gefährliches Wissen im Spiel war. Aus diesen Interessenskonflikten entstanden zuweilen auch offene Konflikte und erbitterte Kämpfe und viel magisches Wissen und alte Traditionen gingen in diesen Kämpfen verloren. Sei es, weil jene starben, die dies Wissen noch besaßen, ehe sie es weitergeben konnten, sei es, weil Aufzeichnungen und Artefakte verloren gingen und zerstört wurden oder sei es, dass jene, die sich dem Schutz der Wissensbestände verschrieben hatten, diese lieber selbst zerstörten, als das Risiko einzugehen, dass das Wissen in falsche Hände fallen könnte.
Der Codex versuchte gleichzeitig mit allen verfügbaren Mitteln, das Wissen zu sichern, und regelrecht zu erobern: dabei wurden die Wissensbestände, die erlangt wurden, oft fragmentiert und zerrissen, sodass das Wissen bis heute teils nicht mehr rekonstruierbar ist.
Die Konflikte zwischen den
Coven und Groves und den
Pfaden der Magie dauerten über zwei Jahrhunderte an (
Timeline). Letztlich wurden die verbliebenen Grove-Gemeinschaften im
Path of Nature eingehegt. Nur ein paar der größeren, mächtigeren Covens jener Zeit bestehen bis heute und widersetzen sich vehement einer Einhegung in die Pfadstruktur.
Bis
heute gibt es noch ein paar (wenige) Covens in Großbritannien. Sie sind über die Jahrhunderte sehr stark geschrumpft und haben sehr viel an Einfluss und Macht verloren. Heute kämpfen Covens nicht mehr um ihre soziale Stellung oder Macht in der magischen Welt. Ihre Sorgen sind viel existenzieller Natur. Sie drohen unterzugehen und völlig zu verschwinden.
Coven sind
nicht verboten. Sie erfahren aber auch keine soziale Anerkennung aus der Mehrheitsgemeinschaft. Die Coven stehen in gewisser Weise quer zur Pfadstruktur und sind daher ein lästiges, wenn auch vernachlässigbar kleines, Übel für die großen Pfade der Magie. Die Covens gehören zu den
Außenseitern der magischen Welt. Ihnen hängt ein sehr schlechter Ruf an. Sie erfahren
Ausgrenzung, Diskriminierung und ihnen hängt ein
starkes Stigma an. In den Institutionen der magischen Welt (z.B. im
Hohen Rat) sind die Covens
nicht vertreten. Sie sind nicht anerkannt und haben in der politisch-gesellschaftlichen Arena keine Stimme.
Zuweilen versuchen Coven-Mitglieder ihre Mitgliedschaft in einem Coven
geheim zu halten - soweit möglich - um eben dem Stigma und der Ausgrenzung etwas entgehen zu können. Es gibt gleichfalls sehr prominente Mitglieder von den wenigen noch existierenden Covens, die schlichtweg bekannt sind.
Durch die starke Formalisierung und Spezialisierung der Magieweisen in den Pfaden ist es Mitgliedern von Covens nicht möglich, anders als entlang einer Pfadtradition, Magie zu wirken. Somit folgt jedes Covenmitglied einer Pfadtradition. Oft sind die Coven-Mitglieder darüber hinaus nicht stärker in den Pfadgemeinschaften integriert. Müssen sie auch nicht - wollen sie oft auch nicht - sie haben schließlich ihre eigene Gemeinschaft: ihren Coven.
Die Coven haben in der Regel eigene soziale Strukturen, Hierarchien, Lebensweisen und Traditionen. Jeder Coven ist ein
Unikat für sich. Die meisten der heutigen Covens haben noch ein paar letzte magische Wissensschätze; oft sind diese Schätze und Geheimnisse mit der einzige Grund, warum es diese Covens bis heute noch gibt. Die letzten großen Geheimnisse der Magie zu bewahren und zu schützen ist heute wichtiger, als Macht oder Einfluss zu erlangen.