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a magical gaslamp fantasy rpg
I desire the things that will destroy me in the end.
I desire the things that will destroy me in the end.
#1 27.03.26, 23:24
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did I see desire in your eyes,
or my own hunger staring back ?

Die Karten lagen und Amara schwieg. Rowena bemerkte es sofort – die Art, wie die andere Frau innehielt. Violette Augen fanden ihre, doch die Stille blieb. Misstrauen setzte sich in ihren Blick, die Lippen der Hexe teilten sich für einen Herzschlag… Doch kein Laut tropfte über sie. Ein Stillstand, der eine Sekunde zu lang dauerte, einen halben Atemzug zu tief ging, bevor er sich wieder schloss wie Wasser über einem Stein. Wer nicht hingeschaut hätte, hätte es nicht gesehen. Stattdessen nannte Amara den Namen, den Rowena hören wollte. Korrekt – das konnte Rowena einschätzen, und sie nickte, weil das die angemessene Reaktion war, und weil ihr Gesicht in diesem Moment keine andere zeigte. Aber ihr Verstand war bereits woanders. Er war bei dem Moment davor, bei dem Stillstand, bei der Art, wie Amaras Blick für diese eine Sekunde nicht bei den Karten gewesen war, sondern dort, wo er nicht hingehörte – irgendwo, wo Rowena sie nicht hineingelassen hatte. Sie legte das Geld auf den Tisch, mehr als vereinbart, weil das eine Sprache war, die sie verstand, zog den Mantel an und eilte hinaus. An der Tür registrierte sie, fast beiläufig, dass sie wiederkommen musste. Nicht freiwillig, aber in dem Moment wurde ihr bewusst, dass die Wahrsagerin etwas gesehen hatte, was sie nicht hätte sehen dürfen. Und weil Rowena sicherstellen musste, dass dieses Wissen vergessen wurde.
Rowena Ashby, gesucht
Dein Name öffnet Türen. Das ist keine Metapher, es ist eine Tatsache, die du mit derselben Nüchternheit registrierst wie das Wetter oder etwas, das man nutzt, ohne sentimental darüber zu werden. Die Ashbys sitzen seit drei Generationen in der magischen Verwaltung Oxfords, und dieser Name klebt an dir wie Lack, glänzend und schützend und manchmal unangenehm warm. Du trägst ihn. Das ist das Mindeste – und gleichzeitig das Einzige, wozu du dich noch verpflichtet fühlst.

Was nach außen sichtbar ist: eine Frau aus gutem Haus, gut gekleidet, mit den richtigen Verbindungen und dem richtigen Tonfall, die irgendetwas mit Charity und Import macht. Das erklärt die Reisen, die ungewöhnlichen Bekanntschaften, die Abende, die du mit einer Regelmäßigkeit absagst, die längst als Exzentrizität durchgeht. Niemand fragt zu genau nach. Das ist der Vorteil eines alten Namens: Er füllt die Lücken, bevor jemand auf die Idee kommt, hineinzuschauen. Er erlaubt die auch eine gewisse Narrenfreiheit, die andere Frauen nicht haben.

Was tatsächlich stimmt: Du bewegst Dinge. Informationen, Objekte, gelegentlich Menschen – von einem Ort zum anderen, durch Kanäle, die offiziell nicht existieren, gegen einen Preis, der nie in Münzen bemessen wird, sondern in Schulden, die du sorgfältig buchst. Nicht aus Gier. Das muss man verstehen. Es geht dir nicht ums Geld, obwohl du es nimmst. Es geht um das Netz selbst, um die stille Gewissheit, dass du in einem System, das alles sortiert und einordnet und an seinen vorgesehenen Platz steckt, eine Variable bist, die sich niemand erklären kann.

Die Rebellion – und du nennst es nicht so, jedenfalls nicht laut – war kein Erweckungsmoment, keine einzelne Entscheidung, die sich erzählen ließe. Sie hat sich abgelagert. Jahr für Jahr, Gespräch für Gespräch, in den stillen Momenten zwischen zwei Aufträgen, wenn du lange genug hingeschaut hast, um zu sehen, wie Macht wirklich funktioniert: wer sie hält, wer sie bezahlt, und wer die Rechnung begleicht, ohne jemals gefragt worden zu sein. Dein Vater hat sein Leben damit verbracht, diesem System zu dienen. Du hast beschlossen, dass das nicht dein Krieg ist. Dein Krieg sieht anders aus. Das System, welches dein Vater so liebt, mit den Füßen zu treten. Weil es unfair ist, und nur den falschen Magiern dient.

Was dich schwer lesbar macht, ist nicht Kontrolle. Kontrolle kennen andere auch. Es ist die Schichtung: Die Frau, die auf Gesellschaftsabenden die richtigen Witze macht, ist nicht gelogen. Die Frau, die um drei Uhr morgens in einem Hinterzimmer verhandelt, auch nicht. Du hast irgendwann aufgehört, zwischen ihnen zu unterscheiden, weil Konsistenz eine Form von Schwäche ist, die andere ausnutzen, und weil du, wenn du ehrlich bist, nicht mehr sicher bist, wo eine aufhört und die andere anfängt. Du hast so viele Masken, dass du Angst hast, dich selbst zu verlieren, wenn da nicht deine ganz eigenen Eigenearten wären.
Impulsiv, sagen manche. Unberechenbar. Was sie meinen, ist: Du entscheidest schnell, ohne sichtbare Überlegung, und das macht ihnen Angst. Was sie nicht sehen, ist die Arbeit davor: Das Abwägen, das stille Einpreisen von Risiken, das hinter einem Lachen verschwindet, bevor du die Hand ausstreckst und sagst: Gut. Ich mache das.

Shortfacts
  • Pfad: True Sorcery
  • Alter: 35+
  • Old Money
  • Mitglieder in der sich gerade aufbauenden Rebellion
  • FC: Emilia Clarke?
Amara Kaur Whitmore, sucht
Dein Name bringt Erwartungen mit sich und du hast sie abgelegt, eine nach der anderen, so methodisch wie man Dinge ablegt, die man nie wirklich besessen hat. Für deine Familie bist du eine Enttäuschung, das weißt du, und mittlerweile trägt sich dieses Wissen leicht. Dein Vater kam als Sternen- und Sanskrit-Forscher nach Oxford, wurde über Umwege ein hohes Tier im Foreign Politics Department, und hat dabei eine Frau geheiratet, deren Familie Erwartungen hatte, die er nie ganz erfüllen konnte. Weshalb du mit einem Doppelnamen gesegnet bist. Weshalb du gelernt hast, dass ein Name eine Geschichte erzählt, bevor du den Mund aufmachst – und dass diese Geschichte selten die deine ist.

Was nach außen sichtbar ist: eine Frau, die wirkt, als hätte sie die Antwort bereits, bevor jemand die Frage zu Ende gestellt hat. Eloquent, elegant, mit einem Auftreten, das Raum einnimmt, ohne zu drängen. Du verschwendest deine Bewegungen nicht. Ein Erbe deiner Mutter, das du annimmst, ohne es je laut zuzugeben. Was schwerer zu sehen ist: du bist schnell irritiert, wenn man die richtigen Worte kennt. Deine Magie ist dein wunder Punkt. Saraswati ist wie das Meer, Ebbe und Flut, und die Momente, in denen deine Göttin schweigt, sind die, die dich nachts wachhalten. Du bist loyal, aber das Wort passt nicht ganz. Vertrauen verdient man sich bei dir langsam und verliert es schnell. Deine Abstecher in die kriminelle Unterwelt Oxfords haben dich nicht kälter gemacht, sie haben dich realistischer gemacht. Du weißt, dass Regeln meistens von denen geschrieben werden, die bereits gewonnen haben.

Die magische Gesellschaft ist fortschrittlicher als die nicht-magische Welt. Aber fortschrittlicher bedeutet nicht problemlos. Du gibst den Kommentaren nichts. Keinen Unmut, keine Erklärung. Du lässt sie im Raum stehen wie etwas, das sich selbst entlarvt. Dein Vater hat sein halbes Leben damit verbracht, sich anzupassen, und selbst er gehört nie ganz dazu. Das hat sich in dich eingebrannt. Nicht als Wunde, sondern als Wissen, das dich schärfer gemacht hat.

Und dann kommt Rowena Ashby. Du erkennst den Typ sofort – gutes Haus, richtiger Tonfall, die Art von Mühelosigkeit, die sehr viel Mühe kostet. Sie setzt sich so, als wäre das Sitzen eine Entscheidung, und erklärt, was sie braucht, in Sätzen, die präzise sind auf eine Art, die geprobt wirkt. Du hörst zu. Du legst die Karten. Und du bemerkst, noch bevor die erste davon liegt, dass sie dich beobachtet. Nicht etwa neugierig, sondern mit der ruhigen Aufmerksamkeit von jemandem, der gewohnt ist, mehr zu sehen als andere, und der wissen will, ob du dasselbe tust.

Du tust es. Nicht ganz freiwillig. Eine Vision, ein Austausch. Geflüsterte Worte mit jemandem, den die magische Welt lieber hinter Gittern sehen will. Du versuchst die Bilder aus deinem Kopf zu bekommen, doch in der Sekunde wo du zu ihr aufblickst, wird dir bewusst, dass es dafür zu spät ist. Sie geht. Du schaust auf die Karten, und du weißt bereits, dass das nicht das letzte Mal war – nicht wegen ihr, sondern wegen dem, was du gesehen hast, und wegen der Frage, die jetzt still in dir sitzt und keine Antwort hat, die du alleine finden kannst.

Shortfacts
  • Amara Kaur Whitmore
  • 36 Jahre
  • Sacred Path – Saraswati Blessing
  • Wahrsagerin, House of Fortune
  • Violette Augen – Zeichen der Segnung, sichtbar seit Geburt
  • FC: Anya Chalotra
Über das Gesuch
pairingenemies to loversfxftensioncriminal underworldtoxisch

Oh, the drama. Ich suche hier das zukünftige Pairing meiner Amara. Bis es so weit ist, darf es durchaus eine ganze Weile dauern, jedenfalls bin ich ein großer Fan von slow-burn in Verbindung mit Enemies to Lovers. Beide dürfen durchaus gern leiden. Denn wir lassen unsere Charaktere doch gern leiden, oder? Rowena, die eigentlich so ganz und gar nicht an Wahrsagerei glaubt, kam mit einem einfachen Auftrag zu Amara: Sie brauchte einen Namen. Den hat sie auch bekommen, jedoch hatte Amara während ihrer Sitzung eine Vision. Ihre Visionen kann sie nicht steuern, sie sind ein wenig wie das Meer: launisch. Doch diese Vision hat Rowena als Mitglied der Rebellion geoutet. Das ahnt die Hexe natürlich, und muss dafür eine Lösung finden. Sie fühlt sich gezwungen, herauszufinden, was Amara weiß, und wie sie dafür sorgen kann, dass es nicht gefährlich für sie selbst wird. Ab hier würde ich gern mit dir zusammen plotten, aber ich kann mir gut vorstellen, dass sie versuchen wird, Amara zu manipulieren, oder zu rekrutieren. Vielleicht schafft sie es, die Hexe an sich zu binden, ihre Visionen, ganz egal, wie ungenau sie (noch) sind, für sich zu nutzen, nur um sie, wenn die Schuld beglichen ist, fallen zu lassen? Es gibt wirklich viele Möglichkeiten, die Geschichte weiterzuspinnen. Der Charakter von Rowena kann natürlich angepasst werden, nur beim Avatar bin ich recht festgefahren, denn ich wollte schon sehr lange ein Pair mit den beiden (du darfst es aber gern probieren, wenn es nur daran scheitern sollte :D). Ich denke lediglich, dass sie aus gutem Hause kommt und zur Rebellion gehört, sollte bestehen bleiben. Die Rebellion ist im Forum noch im Aufbau, du hättest da also die Möglichkeit, auch recht viel mitzugestalten. Was natürlich kein Muss ist, aber eine Option. Anschluss neben Amara gibt es jedenfalls reichlich, ob in der High Society oder der kriminellen Welt. Einige Charaktere sind an Board, die wunderbar mit ihr harmonieren würden.

Famous last words
Hallo, ich bin Illu und gehöre hier zum Inventar (Team)! Mit meinen derzeit fünf Charakteren kann ich dir ein großes Sammelsurium an Inplay-Szenarien bieten, bei die beiden Damen natürlich im Mittelpunkt stehen sollten. Long Story short: Mich wird man so schnell nicht los! Neben mir, gibt es hier aber sehr viele talentierte Seelen, die ebenfalls viel Kapazität mitbringen. Unter anderem für die Crime-Plotgruppe rund um die magische, kriminelle Unterwelt. Zu der könnten die beiden, sollten wir uns dazu entscheiden, auch gehören. Alternativ können wir uns am Aufbau des Rebellen-Plots beteiligen. Alles Plots, die du mitgestalten und aufbauen kannst, wenn du Lust hast. Ich gehöre zu den flotten Schreibern, also sollte es für dich okay sein, wenn wir im Normalfall alle 4 bis 6 Wochen spätestens einen Post tauschen (ich bin in der Regel schneller), und darüber sprechen, wenn es mal länger dauert. Vom Über-Dinge-Sprechen bin ich im Allgemeinen ein enormer Fan, in allen Belangen, die das RPG so angeht. Mit Schweigen im Discord über mehrere Wochen kann ich einfach nicht so viel anfangen. Das siehst du ähnlich? Nice, ich würde mich freuen, wenn wir es einfach mal miteinander versuchen könnten. Oder uns zumindest im Discord mal hallo sagen! ❤

Forum | Gesuch
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Readers live a thousand lives before they die... Those who never read only one.
#2 29.03.26, 10:44
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SG
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